weCruise Karin und Uli unterwegs

Saudi-Arabien – Von Beginn an Wüste pur

14. February 2024
Fernstraße in der Wüstevergrößern

Aus dem Oman kommend nehmen wir den neuen (und einzigen) Grenzübergang Ramlat Khaliya nach Saudi-Arabien: Gut organisierte und freundliche Abfertigung, Wartezeiten werden mit Kaffee und Datteln versüßt.

Schon die ersten Kilometer beeindrucken mit überwältigenden Dünenlandschaften und schier endlosen Entfernungen.

Die Wüste Rub al Khali,

das Leere Viertel genannt: Saudi-Arabien hat den größeren Anteil dieser 680.000 Quadratkilometer (vgl. Deutschland 357.000) messenden Landschaft, im Südosten des Landes an den Grenzen zum Oman und Jemen gelegen.

Wir verlassen das Asphaltband und finden unseren ersten Lagerplatz am Fuß einer Düne. Dafür müssten wir eigentlich den Luftdruck der Reifen verringern – bei Rückkehr auf die Teerstraße aber wieder aufpumpen. Mit full throttle bleiben wir nicht stecken, pflügen aber tiefe Spuren in den Sand.

Die erste Siedlung erreichen wir 220 km nach der Grenze – nicht mehr als Moschee, Tankstelle, Restaurant und Laden. An der Moschee (mit Waschräumen und Toiletten) begrüßen wir zuerst eine Radfahrerin. Helena ist tatsächlich von Belgien bis hierher mit dem Fahrrad gefahren! Ihr Ziel ist der Oman. Busse mit Pilgern auf dem Weg nach Mekka und viele Lastwagenfahrer machen hier ebenfalls Pause.
Nach vielen kleinen Gesprächen kaufen wir eine SIM-Karte für Saudi-Arabien und den Proviant für unseren Abstecher zu den Umm Al Hish Seen.

Der Nachmittag ist bereits angebrochen als es nach Süden geht auf der Piste, welche die Versorgungsader für die tief in der Wüste gelegenen Erdölfelder bildet. Einladende Plätze bieten sich immer wieder an, und die Qual der Wahl findet bald ein schönes Ende.

Unterwegs treffen wir immer mal wieder Konvois, die Material auf der aufwändig unterhaltenen Strecke transportieren. Knapp zwei Tage später erreichen wir die Seen. Welch ein Anblick hier zwischen den Dünen! Kleine „Kunstwerke“ aus Salzschlick locken uns auf die trügerische Fläche am Rande der Seen.

Später teffen wir eine geführte Gruppe von begeisterten Dünenfahrern, deren Ortskenntnis uns eine wunderbare warme Dusche eröffnet – da stört der ausgprägte Schwefelgeruch kaum.

Auch Kamele nutzen die Piste gern. Meist ist sie stark vom Wind mit Sand überweht; hier können wir erkennen, wie aufwändig die Strecke mit Öl- und Salzschlick befestigt wird.

Die Ruhe der Trucker bewundern wir immer wieder. Und dann hat uns der Asphalt wieder.